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Corona-Virus: Wie sollen sich Anleger jetzt verhalten?

31.03.2020

Die Ausbreitung des Coronavirus sorgt für immer größere Verunsicherung an den Finanzmärkten. Viele Anleger stellen sich die Frage, wie sie sich jetzt verhalten sollen. Ein Wegweiser für Anleger.

1. Ich spare monatlich in einen Investment- bzw. Aktienfonds. Soll ich den Sparplan jetzt stoppen, alles verkaufen und das verbliebene Geld aufs Girokonto legen?

Wer monatlich Geld in einen Fondssparplan anlegt, hat langfristige Ziele. Die Coronakrise hingegen hat kurzfristig sicherlich negative Auswirkungen und verringert den Anlagewert. Langfristig jedoch haben sich die Börsen schon seit Jahrzehnten immer wieder erholt und zum positiven entwickelt. Wer jetzt keine Nerven zeigt und aussteigt, realisiert nicht nur Verluste, er verpasst auch die Chance, durch die jetzt günstigen Kaufkurse, von einer späteren Markterholung zu partizipieren.

2. Aktienfonds haben teils stark an Wert verloren. Sind diese Verluste von Dauer?

Die Kursverluste die viele Unternehmen aktuell hinnehmen müssen, sind schmerzlich. Für Verluste wie für Gewinne gilt: So lange man seine Anlagen nicht verkauft, stehen sie erst einmal nur auf dem Papier. Die Corona Pandemie ist nicht die erste Krise die den Aktienmarkt durchrüttelt. Epidemien sind an den Märkten nichts Neues (SARS Epidemie 2003 / Schweinegrippe 2009). Die Folgen waren in der Historie zeitlich immer begrenzt. Was Anleger jetzt brauchen, ist Durchhaltevermögen und Geduld.

3. Ich sorge mit einer fondsgebundenen Rentenversicherung fürs Alter vor. Muss ich jetzt was ändern?

Die Zinsen werden auf absehbare Zeit niedrig bleiben und Sparbücher, Festgeld und Termingeld erwirtschaften nur noch sehr geringe Renditen. Deshalb ist eine Anlage in Aktien z.B. durch Aktienfonds unentbehrlich. Wer seine Altersvorsorge langfristig (auf mindestens zehn bis fünfzehn Jahre) angelegt hat – den sollten tagesaktuelle Entwicklungen und stärkere Kursschwankungen an den Börsen nicht aus der Ruhe bringen. Selbst heftige Rücksetzer konnten in der Historie immer wieder ausgeglichen werden. Wer beispielsweise 2006, also im Jahr vor der Finanzkrise, sein Geld in den deutschen Leitindex Dax angelegt hatte (also zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt), erzielte bis 2019 noch immer eine durchschnittliche jährliche Rendite von 5,5 Prozent (1).

4. Die Kurse sind erheblich gefallen. Ist jetzt ein guter Zeitpunkt für einen Einstieg?

Aktuell kann niemand vorhersagen, wie lange die Kurse noch fallen können. Den „richtigen“ Zeitpunkt bzw. den genauen Wendepunkt wird man nie genau erwischen. Wer einen langfristigen Anlagehorizont hat, kann sicherlich in den nächsten Wochen und Monaten auf gute Einstiegsmöglichkeiten setzen. Wer sein Geld aber in den kommenden ein bis zwei Jahren benötigt, sollte die Finger von Aktienfonds lassen.

5. Wie sicher ist mein Geld bei einer Anlage in Fonds?

Investmentfonds gelten als Sondervermögen. Das heißt, dass das Fondsvermögen, also das Vermögen der Anleger, getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft verwahrt wird. Würde eine Fondsgesellschaft in finanzielle Schieflage geraten und im schlimmsten Fall sogar Insolvenz anmelden, wäre das Geld der Anleger geschützt, weil es nicht in die Konkursmasse einfließen würde.

6. Wie lange wird die Krise an den Finanzmärkten noch andauern?

Diese Frage kann in der Tat niemand valide beantworten. Fakt ist, dass die Krise temporär ist und es auch eine Zeit nach dem Schock um das Coronavirus geben wird. Ob diese Zeit im Sommer, Herbst oder erst zu Beginn des nächsten Jahres kommt, kann man nicht seriös beantworten. Die wichtigsten Schritte sind zumindest in die Wege geleitet, in dem versucht wird die Ausbreitung des Virus zu stoppen und weltweit fiskalpolitische Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft eingeleitet sind.



(1) Quelle: Deutsches Aktieninstitut, Renditedreieck, Stand: 31.12.2019


Kategorie: Geldanlage • Schlagworte: Geldanlage, Versicherung
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